Start im Hühnerstall
Für Rainer Kowalewski ist es ein denkwürdiger Besuch. Im Auftrag von
GROTH geht es nach Rostock. Es ist das erste Mal überhaupt, dass
Kowalewski, damals kaufmännischer Leiter bei GROTH in Pinneberg, die
ehemalige DDR bereist. Und schon der Weg ist abenteuerlich: Vorbei an
alten, auf einmal verlassenen Grenzanlagen – und den noch immer aktiven
Kasernen der Roten Armee – geht es bis in die Hafenstadt. Hier soll er
den kaufmännischen Bereich des neugegründeten Betriebs in Rostock
aufbauen. Doch als er ankommt, staunt er nicht schlecht: „Das war eine
ehemalige Hühnerfarm. Da stand eine Baracke. Und diese Baracke sollte
dann der neue Standort und mein Arbeitsplatz sein.“
Die Bedingungen sind zwar sehr einfach, aber die Aufbruchstimmung in
Rostock ist von Anfang an ansteckend. Auch Ronald Roggenbruck, genau wie
Rainer Kowalewski später Kaufmännischer Leiter und Prokurist, erinnert
sich an die große Dynamik und Energie der Anfangstage: „[Dr. Carl
Thümecke] hatte die Vision, aus diesem Unternehmen eine 200-Mann-Firma
aufzubauen.“ Für den Bau-Neuling – Roggenbruck kommt eigentlich aus dem
Schiffsbau – ein überzeugender Pitch: Über die nächsten Jahre begleitet
er den rasanten Aufbau von Groth & Co. in Rostock.